Blutegeltherapie

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Wann ist eine Blutegeltherapie angebracht?

Die Blutegeltherapie

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist eines der ältesten Naturheilverfahren und ist bei folgenden Erkrankungen angezeigt:

  • allen lokalen Entzündungen wie Venenentzündungen, Gelenkentzündungen, Nagelbettentzündungen, Sehnenscheidenentzündung, Abszesse, Furunkel
  • rheumatische Erkrankungen
  • Gicht
  • venösen und kapillären Durchblutungsstörungen wie Krampfadern, Ulcus cruris, in der Unfallchirurgie bzw. plastischen Chirurgie (z.B. nach dem Annähen abgetrennter Gliedmaßen), Hörsturz, Tinnitus
  • chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat, wie Arthrosen, Myogelosen (Muskelverspannungen und -verhärtungen), Spannungskopfschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden
  • Prellungen, Quetschungen
  • unterstützend bei allen Beschwerden, bei denen ein Aderlaß sinnvoll wäre, z.B. Hypertonie, erhöhten Hämatokritwerten

Die Blutegel geben einen Stoff ab, der entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt und den Lymphfluss und die Fließeigenschaft des Blutes verbessert. Dieser Effekt tritt oft sofort nach der Behandlung ein und hält monatelang an.

Wie lange dauert die Blutegelbehandlung?

Die Blutegelbehandlung dauert meist zwischen 60 und 90 Minuten, manchmal bis zu zwei Stunden. Der Blutegel wird an entsprechender Stelle angesetzt, er beißt sich in die Haut ein, dabei ist möglicherweise ein leichtes Brennen zu spüren. Nach dem Saugen fällt der Egel von alleine ab. Die Wunde blutet ca. 8 – 12 Stunden nach, dies ist erwünscht und darf nicht durch Druckverband etc. gestoppt werden. Der Blutverlust pro Egel einschließlich Nachblutung beträgt ca. 30 bis 40 ml.

Was ist vor der Behandlung zu beachten?

Vor der Blutegelbehandlung ist zu beachten, dass Aspirin und ähnliche Medikamente drei Tage vorher abgesetzt werden, ansonsten kann es zu verstärkter Nachblutung kommen. Die Haut darf nicht parfümiert sein und die betreffenden Hautstellen ca. 24 Std. vor der Behandlung nicht mit Seife etc. gewaschen oder eingecremt werden. Wenn möglich, auch nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.

Reaktionen auf die Blutegelbehandlung

Mögliche Reaktionen auf die Blutegelbehandlung können sein (meist erst nach der zweiten Behandlung):

  • Juckreiz im Bereicht der Bissstellen und Anschwellung der regionalen Lymphknoten
  • lokale allergische Reaktionen (selten)
  • unerwünscht starke Nachblutung
  • Temperaturerhöhung, Abgeschlagenheit
  • Narbenbildung (selten)
Wann ist die Blutegeltherapie kontraindiziert?
Blutegeltherapie bei Schulter-Nacken-Verspannungen

Blutegeltherapie im Schulter-Nacken-Bereich

Kontraindiziert ist die Blutegeltherapie bei

  • Hämophilie (Bluterkrankheit)
  • Einnahme blutverdünnender Medikamente wie Marcumar, Heparin, Xarelto, Eliquis etc.
  • Schwerwiegende Organerkrankungen
  • akute fieberhafte Erkrankungen
  • ausgeprägter Immunschwäche
  • in der Schwangerschaft

 

Zum Einsatz kommen Blutegel aus der Biebertaler Blutegelzucht